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200 2026 656

2er-Kammer des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern

Bern VerwG · 2026-08-31 · Deutsch BE
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Dispositiv
  1. Auf die Klage vom 27. August 2026 wird nicht eingetreten.
  2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch werden Parteien- tschädigungen zugesprochen.
  3. Zu eröffnen (R): - Rechtsanwältin B.________ z.H. der Klägerin 1 - Rechtsanwalt D.________ z.H. der Klägerin 2 - Helsana Zusatzversicherungen AG - Bundesamt für Gesundheit Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. August 2026, KV 200 2026 656 - 4 - Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün- dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf- fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun- desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge- führt werden.
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

KV 200 2026 656 KOJ/NUS/SEE Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung Urteil des Einzelrichters vom 31. August 2026 Verwaltungsrichter Kölliker Gerichtsschreiberin Nussbaumer A.________ AG vertreten durch Rechtsanwältin B.________ Klägerin 1 C.________ vertreten durch Rechtsanwalt D.________ Klägerin 2 gegen Helsana Zusatzversicherungen AG Zürichstrasse 130, 8600 Dübendorf Beklagte betreffend Klage vom 27. August 2026

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. August 2026, KV 200 2026 656

- 2 - Der Einzelrichter zieht in Erwägung:  Mit Klage vom 27. August 2026 beantragen die A.________ AG (Kläge- rin 1) und C.________ (Klägerin 2), die Helsana Zusatzversicherungen AG habe der Klägerin 1 Krankentaggelder von Fr. 4'777.30 nebst Zins zu 5 % seit 7. Februar 2025 und der Klägerin 2 Krankentaggelder von Fr. 10'221.20 nebst Zins zu 5 % seit 15. April 2025 zu bezahlen.  Das Verwaltungsgericht ist zuständig zur Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen und Entscheide, die sich auf öffentliches Recht, insbesondere aus dem Bereich des Sozialversicherungsrechts, stützen (Art. 56 ff. des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allge- meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. Art. 74 ff. des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal- tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21] und Art. 54 Abs. 1 des kanto- nalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichts- behörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).  Die von den Klägerinnen geltend gemachte Forderung bezieht sich auf eine Kollektiv-Krankentaggeldversicherung der Beklagten nach den Be- stimmungen des Bundesgesetzes vom 2. April 1908 über den Versiche- rungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz, VVG; SR 221.229.1). In der Folge liegt kein anfechtbarer Einspracheentscheid eines Kranken- versicherers vor und fehlt es mithin an einem tauglichen Anfechtungs- objekt im Sinne von Art. 56 ATSG. Auf die Eingabe vom 27. August 2026 ist daher nicht einzutreten.  Eine aus dem VVG herrührende Streitigkeit ist zivilrechtlicher Natur. Der Kanton Bern hat von der Möglichkeit gemäss Art. 7 der Schweizeri- schen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (Zivilprozessord- nung, ZPO; SR 272) keinen Gebrauch gemacht und für die Behandlung von Streitigkeiten aus Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenver- sicherung die Zivilgerichtsbarkeit für zuständig erklärt (vgl. Art. 37 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes vom 6. Juni 2000 betreffend die Ein- führung der Bundesgesetze über die Kranken-, die Unfall- und die Mi- litärversicherung [EG KUMV; BSG 842.11]). Das Verwaltungsgericht ist

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. August 2026, KV 200 2026 656

- 3 - einzig zur Beurteilung von Streitigkeiten aus der obligatorischen Kran- kenpflegeversicherung sowie der freiwilligen Taggeldversicherung gemäss dem Bundesgesetz vom 18. März 1994 über die Krankenversi- cherung (KVG; SR 832.10) zuständig. Damit entfällt auch die sachliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts. Den Klägerinnen bleibt es un- benommen, in gleicher Sache den zivilprozessualen Rechtsweg zu be- schreiten (betreffend Rechtshängigkeit vgl. Art. 63 ZPO).  Bei dieser Ausgangslage erübrigt sich die Durchführung eines Schrif- tenwechsels.  Für diesen kostenlosen Entscheid ist der Einzelrichter zuständig (Art. 57 Abs. 1 GSOG). Parteientschädigungen sind nicht zuzuspre- chen. Demnach entscheidet der Einzelrichter: 1. Auf die Klage vom 27. August 2026 wird nicht eingetreten. 2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch werden Parteien- tschädigungen zugesprochen. 3. Zu eröffnen (R): - Rechtsanwältin B.________ z.H. der Klägerin 1 - Rechtsanwalt D.________ z.H. der Klägerin 2 - Helsana Zusatzversicherungen AG - Bundesamt für Gesundheit Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. August 2026, KV 200 2026 656

- 4 - Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün- dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf- fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun- desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge- führt werden.